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23.12.2011 "Bildungs-Rambo" hat wieder zugeschlagen!

Siegmon kritisiert Äußerungen zur Schulpolitik Stegners - Kritik stillos und unredlich

 „Wenige Monate vor der Landtagswahl zeigt Herr Stegner (mal wieder) sein wahres Gesicht: Unter `Schulfrieden´ verstehen die Sozialdemokraten, dass die mehrheitlichen Entscheidungen der schwarz-gelben Koalition im Bildungsbereich rückgängig gemacht werden sollen. Diese Definition von Schulfrieden teilen wir keineswegs", so Helmut Siegmon, Vorsitzender des Philologenverbandes Schleswig-Holstein (PhV).

„Im Schulgesetz braucht nicht so wenig wie möglich und soviel wie nötig verändert werden, sondern alle Beteiligten wünschen sich einen Schulfrieden, der seinen Namen auch verdient", so Siegmon weiter. Man könne nicht die Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer zum wiederholten Male in kürzester Zeit als Versuchskaninchen missbrauchen. Dieser Politikstil könne den Menschen nur schwer vermittelt werden, glaubt der Vorsitzende des PhV. „Wenn die SPD-Spitze sich nicht von Herrn Stegners Äußerungen distanziert, hoffe ich, dass die Wählerinnen und Wähler am 06. Mai 2012 auch über diese weitgehenden Konsequenzen bei Ihrer Stimmabgabe nachdenken werden", erklärt Siegmon.

Mit großer Sorge blickt Siegmon auch den Aussagen zur Besserstellung der Gemeinschaftsschulen gegenüber den Gymnasien entgegen. Siegmon dazu: „Für Herrn Stegner mag es ein erster Schritt sein, die Gemeinschaftsschule durch die Hintertür flächendeckend in Schleswig-Holstein zu etablieren, aber für die Mehrheit der Bevölkerung wäre es der erste Schritt in ein bildungspolitisches Abseits!" Dies dürfe man nicht einfach zulassen.

„Besonders perfide in der Angelegenheit ist, dass Herr Stegner sich eine Schule für die Rückabwicklung namentlich herausgesucht hat, was einer öffentlichen Stigmatisierung gleichkommt und geeignet ist, die spezifische Konzeption an dieser Einrichtung zu diffamieren. Das gehört sich nicht und leistet der pädagogischen Arbeit einen Bärendienst. Hier ist mindestens eine Entschuldigung fällig. Dass man mit den Betroffenen redet, versteht sich von selbst", so Siegmon abschließend.

Helmut Siegmon              Jens Finger

(1. Vorsitzender)              (Pressesprecher)