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16.09.2011, Landesseminar "Gymnasiale Bildung" 

Der Phv fordert ein eigenständiges Landesseminar "Gymnasiale Bildung"

Der Philologenverband Schleswig-Holstein (Phv) tritt für eine Anpassung der Lehrerbildung in Schleswig-Holstein ein. „Wir brauchen eine Lehrerbildung, die den spezifischen Anforderungen der neuen Schulstruktur Rechnung trägt", erklärte der Vorsitzende des Phv, Helmut Siegmon. Entsprechend brauchen wir eine Referendarsausbildung, die auf den besonderen Bildungsauftrag der weiterführenden Schularten Regionalschule, Gemeinschaftsschule und Gymnasium zugeschnitten ist." Aus dieser Überlegung leiten die Philologen ihre Forderung nach einem eigenständigen Landesseminar für Gymnasien ab. Ob dieses unter dem organisatorischen Dach des IQSH arbeite, sei dabei sekundär. Siegmon begründete seine Forderung auch damit, dass in der Vergangenheit ein „Modultourismus" und ein für die Gymnasien zu unspezifisches Ausbildungsangebot von den Referendarinnen und Referendaren bemängelt wurden.
„Die Einführung des Landesseminars `Gymnasiale Bildung´ trägt nicht nur im Allgemeinen zur Verbesserung der Unterrichtsqualität durch gymnasiale Fort- und Weiterbildung bei, sondern zielt im Besonderen auf die Bedürfnisse der Referendarinnen und Referendare sowie aller Junglehrkräfte ab. Somit handelt es sich um eine win-win-Situation für alle Beteiligten. Durch eine spezifische und praxisnahe Ausbildung profitieren die Schülerinnen und Schüler nachhaltig", so Siegmon weiter. Analog zum eigenständigen Landesseminar für berufliche Bildung und mit Blick auf eine hohe Ausbildungsqualität sei nun auch ein eigenständiges Landesseminar für die gymnasiale Bildung überfällig.
Mit der Einführung eines Landesseminars ´Gymnasiale Bildung` würde Minister Klug seinen richtigen Weg in der Lehrerbildung weitergehen, den Schulen mehr Autonomie einräumen und die Besonderheiten der Schulart hervorheben. „Nach der Implementierung des eigenen Landesseminars `Berufliche Bildung´ seit diesem Sommer innerhalb des IQSH, ist die Schaffung des Landesseminars `Gymnasiale Bildung´ eine logische Konsequenz in der Entwicklung", erläuterte der Vorsitzende des PhV, Helmut Siegmon.
„Es wird höchste Zeit, die Lehrerausbildung an die sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Die Entwicklung der Eigenständigkeit muss fortgesetzt werden. Zum Wohl der Schülerinnen und Schüler darf Schleswig-Holstein auch auf Bundesebene seine Chancen nicht verspielen. Wenn das Zwei-Säulen-Modell sich auf Bundesebene durchsetzt, wäre ein Landesseminar `Gymnasiale Bildung´ zukunftsweisend und bedeutete eine Profilierung und Stärkung der gymnasialen Bildung", so der Phv-Vorsitzende.
Insbesondere betonte Siegmon, der selbst viele Jahre in der Lehrerbildung für Gymnasien tätig war, die Notwendigkeit einer angemessenen Vorbereitung der angehenden Junglehrkräfte für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Hier seien besonders die fachlichen und fachdidaktischen Voraussetzungen, die der Lehrernachwuchs erfüllen müsse, sehr hoch und mit denen an den anderen Schularten wenig vergleichbar. „Dieser Tatsache kann und muss ein Landesseminar für Gymnasien Rechnung tragen", erklärte Siegmon abschließend, der Bildungsminister Dr. Klug jegliche Unterstützung bei der Verwirklichung dieses Vorhabens zusagte.


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