Berufsverband der Lehrerinnen und Lehrer
an den Gymnasien in Schleswig-Holstein
Phv kritisiert die Verkürzung der Ausbildungszeit
Der Philologenverband Schleswig-Holstein nimmt Stellung zur gestern vorgestellten Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Lehrkräfte II (APO II) durch Bildungsminister Dr. Klug:
„Generell begrüßen wir die Änderungen der APO II. Nach vehementen Forderungen der letzten Jahre ist zum Beispiel die engere Zusammenarbeit zwischen dem einzelnen Fachleiter und einer festen Gruppe von Referendarinnen und Referendaren im regionalen Bezug hervorzuheben, sagte Helmut Siegmon, Erster Vorsitzender des Philologenverbandes Schleswig-Holstein (Phv). Des Weiteren finde durch die Unterrichtsbesuche bei den Beratungsgesprächen ein Rückbezug der Gruppe auf die jeweilige Schule statt. „Dadurch sehen wir eine deutliche Qualitätsverbesserung gegeben", so Siegmon weiter.
Neben einigen Vorzügen verweist der Phv auf einen gravierenden Nachteil dieser Reform. Siegmon dazu: „Große Bedenken jedoch sehen wir bei der Verkürzung der Vorbereitungszeit. Die Reduzierung der Praxiserfahrung und der ersten Unterrichtsroutine auf 18 Monate wird den Qualitätszugewinn wieder verspielen. Die Verlängerung durch das Bachelor-Master-Studium in Phase eins und die Verkürzung in Phase zwei verschiebt die finanzielle Belastung zudem zu Ungunsten der jungen Lehrkräfte", so Siegmon abschließend.
Helmut Siegmon Jens Finger
(1. Vorsitzender) (Pressesprecher)