Berufsverband der Lehrerinnen und Lehrer
an den Gymnasien in Schleswig-Holstein
Fair Play gegenüber allen Schülern im diesjährigen Matheabitur
Zu der Notenheraufsetzung in Mathematik im Abitur 2011 durch das Bildungsministerium äußert sich der Vorsitzende des Philologenverbandes Schleswig-Holstein, Helmut Siegmon, heute:
„Dass das Bildungsministerium auf den katastrophalen Ausfall der Mathematiknoten im Zentralabitur an den beruflichen Schulen mit einer pauschalen Notenanhebung um eine Note reagiert hat, ist verständlich. Niemand möchte die Lebenschancen von jungen Menschen beeinträchtigen.
Diese Aktion ist aber nur die halbe Strecke des Ausgleichs.
Genauso selbstverständlich sollte es nun noch sein, die Mathe-Noten aller anderen Schülerinnen und Schüler, die an Gymnasien vergleichbar schwierige Aufgaben bewältigen mussten, in gleichem Umfang aufzuwerten. Die Unterlassung dieser Anpassung hieße die Gymnasiasten um den Lohn ihrer Prüfungsvorbereitungen zu bringen und ihre Lebenschancen zu beeinträchtigen
Es darf bei einem gleichwertigen Abschluss und gleichwertigen Aufgaben nicht zweierlei Maß in der Bewertung bei einer zentralen Prüfung im selben Bundesland geben.
Wir fordern außerdem, dass das Zentralabitur wenigstens in Mathematik und Deutsch für alle Schularten, die die allgemeine Hochschulreife vergeben, zu vereinheitlichen. Alles Andere verdient den Namen ‚Zentralabitur' nicht."
Helmut Siegmon
(1. Vorsitzender)