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16.04.2011 Philologenverband beklagt Zeitverschwendung in gymnasialer Lehrerausbildung

Siegmon verlangt unmittelbaren Übergang vom I. Staatsexamen ins Referendariat

Zwischen dem Ersten Staatsexamen junger Lehrkräfte am Gymnasium und ihrem frühestmöglichen Beginn des Referendariats klafft eine zeitliche Lücke von bis zu neun Monaten. Auf diesen ärgerlichen Missstand macht jetzt der Philologenverband Schleswig-Holstein (Phv) aufmerksam. „Angesichts des Lehrermangels an unserer Schulart ist dies ein unvertretbarer Zustand", klagte der Vorsitzende des Phv, Helmut Siegmon. „Eine derart ungeschickte Festlegung der Bewerbungsfristen für das Referendariat, also die wichtige II. Ausbildungsphase, ist unverständlich und unsinnig." Die Examenstermine an der Universität Kiel und die Bewerbungsfristen für das Referendariat in Schleswig-Holstein müssten unbedingt aufeinander abgestimmt werden, forderte Siegmon.

Erfolge dies nicht, nehme die Landesregierung in Kauf, dass leistungsstarke Bewerber mit guten Noten das Land verließen und früher als in Schleswig-Holstein einen Referendarsplatz in einem anderen Bundesland erhielten. „Diesen Qualitätsverlust können und sollten wir uns nicht leisten", so Siegmon. Als Beispiel nannte der Philologenverband den Stichtag 1. April für eine Bewerbung um einen Referendarsplatz. Die letzten Prüfungen an der Universität aber würden häufig erst im Verlaufe des Monats April abgelegt, so dass sich ein Absolvent des Ersten Staatsexamens erst für den nächsten Termin, den 1. Februar des darauf folgenden Jahres, bewerben könne. Das sei ein unnötiger und nicht zu vermittelnder Zeitverlust, kritisierte der Phv-Vorsitzende, der den Bildungsminister aufforderte, umgehend eine bewerberfreundlichere Regelung zu schaffen.


Helmut Siegmon      Jens Finger
(1. Vorsitzender)     (Pressesprecher)