Berufsverband der Lehrerinnen und Lehrer
an den Gymnasien in Schleswig-Holstein
Gegen die jüngsten gemeinsamen Vorstöße von Bündnis 90/Die Grünen und G E W gegen die Personalausstattung der schleswig-holsteinischen Gymnasien setzt sich der Philologenverband zur Wehr. "Selten war eine Attacke gegen den Bildungsminister so ungerecht wie diese", erklärte der Pressesprecher des Philologenverbandes, Walter Tetzloff. "Wenn Ekkehard Klug Intensivierungsstunden für Gymnasien einführt, die den Schülern die Umstellung auf eine achtjährige Gymnasialzeit erleichtern, handelt er pädagogisch verantwortungsbewusst. Wenn er die jahrelange Unterversorgung der Gymnasien mit Planstellen allmählich beendet, handelt er gerecht. Er beendet damit ein Missverhältnis von Schülerentwicklung und Planstellenzuweis." Der Philologenverband begrüße dies, fordere aber 200 weitere Planstellen, um eine angemessene Schüler-Lehrer-Relation herbeizuführen.
Auch die vom Minister ermöglichte Differenzierung an den Gemeinschaftsschulen im Hinblick auf abschlussbezogene Lerngruppen findet die "volle Unterstützung" des Philologenverbandes. "Das bedeutet ja nicht, dass die Gemeinschaftsschulen zu dieser Struktur verpflichtet werden, sie wird ihnen nur ermöglicht", erklärte Tetzloff, der die jüngste Allianz von Grünen und G E W als gefährlich bezeichnet, weil sie "dem von den meisten Schleswig-Holsteinern getragenen Wunsch nach einem Nebeneinander von Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Regionalschulen zuwider läuft."
Damit diese Schularten erfolgreich sind, müsse die Lehrerstellenzuweisung auf die jeweiligen Schülerzahlen abgestimmt sein. "Und da haben die Gymnasien noch immer einen Nachholbedarf!"
T e t z l o f f
(Pressesprecher)