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26.03.2007

Schluss mit der Schulstrukturdebatte!

Siegmon: Zöllners Reaktion auf UNO-Bericht sachlich und angemessen

Ein Ende der deutschen Debatte um die Schulstruktur und eine Wiederbesinnung auf die Inhalte pädagogischer und unterrichtlicher Arbeit mahnt der Philologenverband Schleswig-Holstein an. „Was Schüler lernen und erfahren sollen, gerät immer mehr aus dem Blickfeld!“ kritisierte Helmut Siegmon, der Vorsitzende des Philologenverbandes, “daran aber müssen sich die Schulen messen lassen – nicht an ihren Strukturen.“ In diesem Zusammenhang lobte der PhV die souveräne Reaktion des KMK-Präsidenten und Berliner Senators Zöllner (SPD), der die erneute Kritik des UNO-Sonderberichterstatters Vernor Munoz am gegliederten Schulwesen in Deutschland entschieden und mit dem Ausdruck der Befremdung zurückgewiesen hatte. „Oberflächliche Reiseeindrücke und Kurzbesuche in deutschen Schulen nehmen der Stellungnahme des Herrn Munoz jegliche Seriosität“, bemängelte Siegmon, der darauf hinwies, dass der Berichterstatter der deutschen Sprache unkundig sei und aus einem Lande stamme, das Schulpflicht nur für sechs- bis zwölfjährige Schüler vorsehe. „Insofern ist das von Herrn Munoz erzeugte Medienspektakel völlig unverständlich“, ergänzte Siegmon.Während mehrere Bildungspolitiker unterschiedlicher Coleur nun aber fast unisono die – kaum datengestützten – Eindrücke des Costaricaners zurückgewiesen hätten, habe Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave sich zwar das Munoz-Urteil auch nicht zueigen gemacht, es aber doch zum Anlass genommen, für ihre Idee der Gemeinschaftsschule und für mehr Integration zu werben. „Jeder Anlass scheint ihr dafür willkommen zu sein, selbst die undurchdachten Einlassungen eines selbsternannten Schulexperten aus Mittelamerika, der sogar Homeschooling für eine gute Alternative zu öffentlichen Schulen bezeichnet.“ Siegmon forderte die Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein auf, „ihren ideologisch gefärbten Werbefeldzug für Einheitsschulen“ aufzugeben und sich wirklichen Bildungsfragen zuzuwenden. Auf diesem Wege sei der KMK-Präsident schon einen Schritt weiter.„Lassen Sie uns über zeitgemäße, kindgemäße und zukunftsfähige Bildungsinhalte und –methoden diskutieren! Das werden uns Eltern, Schüler und die gesamte Öffentlichkeit danken“, schloss Siegmon.
S i e g m o n T e t z l o f f
(1. Vorsitzender) (Pressesprecher)